Sommer und kein Ende in Sicht! Soeben sind wir auf Facebook auf ein Bild gestoßen, wonach in der dänischen Dyvig derzeit wahnsinnige 26 Grad Wassertemperatur vorherrschen. Sechsundzwanzig Grad! Dem geneigten Leser mag auffallen, dass die MJOS-Crew wenn es um‘s Fahrtensegeln geht, gern auch unter der Woche gen Norden schielt. Wir lieben die Dänische Südsee, das Urlaubsparadies unweit nördlich von Fehmarn. Drum wollen wir in der heutigen Ausgabe des MJOS-Blogs die Vorfreude auf das nahende Wochenende etwas schüren. Der Sommer hat uns fest im Griff, am Wochenende muss gesegelt werden. Nur: Wohin? Wir hätten da ein paar Vorschläge:

Ablegen und los. Kurs: Nordwest!

Fehmarn ist nicht nur Heimat unserer Segelmacherei sondern auch der perfekte Ausgangsort für die entspannte Segeltour durch die Ostsee. Von Burg auf Fehmarn führt uns ein nord-westlicher Kurs nach Marstal. Die kleine Stadt am Südostzipfel der Insel Aeroe besticht nicht nur durch ihr maritimes Erbe (Buchtipp: Wir Ertrunkenen), sondern liefert Fahrtenseglern ab Fehmarn den perfekten Einstiegspunkt in die zauberhafte Inselwelt der Dänischen Südsee. Die Dänische Südsee ist eine Ansammlung kleiner Inseln die sich zwischen Aeroe und Fyn erstreckt. Türkisfarbenes Wasser, perlweiße Sandstrände und eine den Inselbewohnern ureigene Gelassenheit verleihen der Inselwelt ihren eigentümlichen Namen.

Inmitten dieses Kleinods liegt Lyö. Von Marstal in wenigen Stunden erreicht, liegt der Yachthafen direkt an einer sich nach Westen öffnenden Ankerbucht, die wiederum an ein Naturschutzgebiet angrenzt. Der Yachthafen versprüht typisch dänischen Charme und platzt in den Sommermonaten regelmäßig aus allen Nähten. Wer auf einen Liegeplatz zwischen den Pfählen Wert legt, der sollte sich beeilen.

Willkommen im Urlaub

Die Ansteuerung von Lyö ist auch für ungeübte Crews leicht zu meistern. Nördlich der Insel von Osten kommend gilt es eine große Untiefe zu umfahren. Diese ist jedoch vollständig kartiert und darüber hinaus gut betonnt. Die Hafeneinfahrt ist schmal und will mit etwas mehr Fahrt genommen werden, als die Breite dies vermuten lässt. Der Grund: Selbst kleine Wellen reflektieren in der länglichen Hafeneinfahrt zwischen den Betonpier-Köpfen und erzeugen eine steile, kurze Welle. Dennoch: Alles halb so wild.

Sind die Leinen fest kann der Urlaub beginnen. Ein kurzer Weg führt hinauf ins Dorf, wo ein Kaufmannsladen in bester Dänischer Tradition regionale Köstlichkeiten bereithält. Jersey-Cows säumen den Weg, ein Tümpel im Dorfkern bildet im Frühjahr die Kulisse für den Balzgesang der Frösche. Mehr Idylle geht (fast) nicht.

Zwischen Jersey Cowes und Tante-Emma-Laden

Wer einen Tag bleibt – was das MJOS-Team aus der Segelmacherei auf Fehmarn wärmstens empfiehlt – der sollte die Insel zu Fuß erkunden. Eine Umrundung zu Fuß wäre theoretisch zwar möglich, allerdings ist das Naturschutzgebiet im Nordwesten der Insel gesperrt. Dennoch lohnt sich der Ausflug an die südliche Steilküste von wo man einen tollen Blick über den kleinen Belt genießt. Wer ein SUP sein Eignen nennt, komm im Umkreis des Yachthafens auf türkisblauem Wasser auf seine Kosten. Wenn wir da so drüber nachdenken könnte es eigentlich direkt wieder losgehen. Was denkt ihr?

Viele Grüße aus der Segelmacherei auf der Sonneninsel,

euer MJOS-Team!