Fehmarn versinkt im Nebel. Man glaubt es kaum, doch heute, am 19. November hält die dunkle Jahreszeit augenscheinlich Einzug auf der Sonneninsel. Am Yachthafen ist es noch ruhig, nur ein paar Möwen erwecken Burgstaaken an diesem Novembermorgen zum Leben. In der Segelmacherei hingegen, brennt ungeachtet der frühen Uhrzeit bereits Licht. Segel werden geschleppt, Regale geräumt, Arbeitszettel geschrieben und verteilt. Im Lager unter dem Werkstadtboden türmen sich die Segel. Es gibt viel zu tun:

Mehr Zeit für’s Wesentliche

Im Herbst stauen sich für Segler traditionell die Arbeiten. Die Segel wollen abgeschlagen und fachgerecht, das heißt trocken und möglichst frei von Salz, Schmutz und Fett eingelagert werden. Strotzt so manch einer zum Saisonende noch vor Tatendrang und guten Vorsätzen, setzt dann oft die Ernüchterung am Tag des Einwinterns ein: Nieselregen, alles nass oder feucht, und so gehen die Pläne der ausgiebigen Segelpflege dahin. Hauptsache runter vom Schiff und ab in die Garage. Aus den Augen aus dem Sinn?

Das kann sich rächen. Feucht eingelagerte Segel können spacken, Beschläge korrodieren, Reisverschlüsse vergammeln. Dabei muss das alles nicht sein. Eine gute Vorbereitung schafft Planungssicherheit beim Einwintern. Grundsätzlich gilt es, dem Hauptgegner ein Schnippchen zu schlagen, und der heißt schlechtes Wetter. Es kann sich also lohnen, etwas früher bereits ans Saisonende zu denken um an einem warmen, flauen Herbsttag zum Beispiel den Spinnaker zu trocknen, oder die große Genau bereits auszustauen.

Schmutzbarriere aus Papier

In jedem Fall kann es sich lohnen, zum abriggen und wegstauen der Segel eine Rolle Küchenpapier am Start zu haben. Mastrutscher, Beschläge oder auch der Keder von Rollsegeln neigen dazu, über die Saison Schmutz aufzufangen und diesen zu sammeln. Ist man beim abschlagen nicht vorsichtig, landet die schwarze Schmiere in den Segeln und das nervt dann richtig.

Also: Küchenpapier und Isotape im Herbst nicht vergessen. Fehlt hierfür die Zeit oder die Muße, kommen wir vom MJOS Segelmacherteam gern an Bord, und erledigen das für unsere Kunden. Die Segel werden dann fachmännisch abgeschlagen und bei uns in der Segelmacherei gereinigt, durchgesehen und eingewintert. Rufen Sie uns dazu gleich an, und wir besprechen den Service Ihrer Segel für den Winter.

Doch nicht nur die Segel wollen im Herbst etwas Liebe bekommen. Auch Sprayhood, Baumkleid oder Persenning für die Rollsegel leiden in der Saison unter UV-Strahlung, Witterung und Schmutz. Unser Team in der Werkstatt schaut Ihre Persenning durch, macht Reisverschlüsse gangbar und macht schwache Nähte wieder haltbar damit in der kommenden Saison die Feuchtigkeit weiter draußen und die Freude am Segeln erhalten bleibt.

In diesem Sinne: Auf geht’s in die Winterarbeit. Ob Sommer oder Winter, MJOS ist dabei.