Neues aus der Segelmacherei auf Fehmarn:

Liebe Leser,

hinter uns liegt eine arbeitsreiche Phase: Zahllose Yachten wurde zu Wasser gebracht, aufgeriggt und segelfertig gemacht. Dazu ist Hochsaison im Ausliefern: Neue Segel wollen zu ihren Eignern und umgekehrt. Dazu bekommen wir immer mehr Anfragen von Einsteigern, die zwar Lust auf Segeln haben, aber nicht so recht wissen, wie der Einstieg in unseren schönen Sport gelingen mag.

Segeln richtig lernen

Grund genug, dass wir uns in der heutigen Ausgabe des MJOS-Blogs mal mit der Frage beschäftigen, wo man auf Fehmarn überall Segeln lernen kann und worauf es bei der Auswahl der passenden Segelschule ankommt. Was brauche ich überhaupt, um selbst in See stechen zu können? Beginnen wir mal direkt mit einer der Standardfragen. Segeln entdeckt, viel gesehen, gelesen und erkundet. Der Wunsch, nun endlich selbst an Bord zu gehen und los zu segeln ist da. Doch, was nun? Deutschland ist zwar das Land der Regeln und Vorschriften. Aber beim Wassersport hält sich die behördliche Regulierungswut einigermaßen in Grenzen. Gut für uns und den Wassersport, erleichtert dies doch den Einstieg ungemein. Beispiel Führerscheinpflicht: Seit dem 17.10.2012 sind Yachten und Motorboote erst ab einer Motorstärke von 15 PS führerscheinpflichtig. Danach braucht ihr dann den Sportbootführerschein See, an der Küste das Äquivalent zum Autoführerschein, bloß mit einem größeren Urlaubsfaktor! 😉

Auf Fehmarn gibt es diverse Möglichkeiten, den Sportbootführerschein zu erlangen. Beispielsweise bietet die Yachtacademy Führerscheinkurse in Zusammenarbeit mit Real-Sailing auf Fehmarn an.  Die einzige Frage, die in diesem Zusammenhang bestehen bleibt: Bereitet euch das Absolvieren des Sportbootführerscheins wirklich gut auf einen ersten eigenen Segeltörn vor? Natürlich nicht! Segeln ist ein Erfahrungssport. Selbstredend, dass der Erwerb des Sportbootführerscheins noch keinen Segler macht. Nur, was dann? Das Zauberwort heißt: Erfahrung sammeln. Etwa bei einer spezialisierten Segelschule oder im Rahmen von privat organisierten Meilentörns. Denn: Segeln lernt man nur durch Segeln. Wenn ihr dann soweit seid, selbst in See zu stechen kann der zusätzliche Erwerb des Sportküsten-Schifferscheins (SKS) hilfreich sein.

Den Segelsommer unbeschwert genießen

Dieser freiwillige Leistungsnachweis wird von vielen Charterfirmen vorausgesetzt, um eine Yacht chartern zu können. Außerdem vermittelt der SKS vertiefende Kenntnisse der Seemannschaft, Navigation, Schiffsführung etc. Schulungskurse zum Erwerb des SKS bietet auf Fehmarn zum Beispiel die Segelschule Käpt´n PrüsseWoher weiß ich, welcher Anbieter zu mir passt? Um eines vorweg zu nehmen: Wir kennen und wir verstehen das: Es gibt wohl kaum ein Feld, das neben dem Chartermarkt so undurchsichtig für Neuanfänger und Einsteiger ist wie die Ausbildung im Segelsport. Woran das liegt ist schwer zu sagen. Gerade für Quereinsteiger fortgeschrittenen Alters gilt aber: Segeln lernen hat viel mit Vertrauen zu tun. Machen wir uns da nichts vor: Yachtsport ist nicht ungefährlich. Winschen, Blöcke und Hydraulik mögen die auftretenden Kräfte zwar bändigen, gezähmt werden sie jedoch niemals. Vor diesem Hintergrund ist es um so wichtiger, dass die Chemie zwischen Lehrer und Schüler, bzw. Skipper und Mitsegler stimmt. Gegenseitige Sympathie ist einer der zentralen Pfeiler für Vertrauen und Sicherheit, also wählt eure Segelschule mit Bedacht. Last but not least gilt natürlich: Spass muss es machen! Wir lieben unser Hobby, da ist kein Platz für negative Gedanken.

Also: Auf geht’s an die Küste damit wir uns schnell auf der Ostsee vor Heiligenhafen treffen können. In diesem Sinne, Mast- und Schotbruch,

beste Grüße aus Fehmarn, euer Martin von MJOS!