Machen wir uns nichts vor: Im Sommer zählt jeder die Stunden bevor es am Wochenende (endlich) wieder auf’s Wasser geht. Wir bei MJOS sind da trotz unserer Nähe zum Wassersport natürlich – oder sollte ich besser sagen: leider?! – keine Ausnahme. Wenn wir an unseren Nähmaschinen für euren Segelspass schwitzen ist das zwar der schönste Job auf Erden. Noch schöner wird es nur dann, wenn ein freies Wochenende vor der Tür steht.

Alle Jahre wieder Kiel

Wir haben in den vergangenen Monaten stark reingehauen und konnten vielen Seglern helfen. MJOS ist jetzt seit einem knappen Jahr auf Fehmarn und so langsam legt sich der erste Staub nach der turbulenten, aber gleichermaßen auch wunderbaren Anfangsphase. Grund genug also, sich zur Kieler Woche mal wieder unter Leute zu begeben, etwas abzuschalten und vor allem honorig zu segeln! Einigermaßen kurzfristig erreichte mich die Anfrage, ein junges, ambitioniertes aber vor allem taufrisch zusammengewürfeltes Melges 24– Team während der Kieler Woche als Steuermann zu begleiten.

Kieler Woche Melges 24
Volle Fahrt voraus. Die KiWo in vollem Gange oder auf hoher See. Jedenfalls war sie gut. Hat Spaß gemacht…

Füße Sortieren auf der Melges 24

Da ich selber mehrere Jahre Melges 24 gesegelt bin, kam diese Möglichkeit wie gerufen! Von Donnerstag bis Sonntag sollte vor Kiel gesegelt werden. 21 Teams aus ganz Europa fanden sich auf der Liste, darunter einige wirklich hochkarätige Crews aus Italien, England und Dänemark. Also habe ich mich am Mittwochabend kurzentschlossen nach Feierabend in meinen Bus geschwungen und bin nach Kiel gefahren. Check-In am Campingplatz, Boot aufbauen, Crew kennenlernen: „Moin, ich bin Martin.“

Als Team gemeinsam wachsen

 Um es kurz zu machen: Das sollte eine anspruchsvolle Woche werden. Weniger auf Grund der starken Konkurrenz oder der vor Kiel wie immer komplizierten Bedingungen, sondern viel mehr auf Grund der Tatsache, dass wir auf dem Wasser unter Wettkampfbedingungen uns als Team erst finden mussten. Zwar hatte ich das Glück, in der Crew auf allesamt gute Segler zu treffen – aus Individuen ein funktionsfähiges Team zu bauen ist jedoch immer eine Herausforderung – gerade in einer Klasse wie der Melges 24.

Mit Gelassenheit und Freude stetig nach vorn

Für mich ist beim Segeln die Ruhe und Gelassenheit besonders wichtig. Egal ob ich nun auf einer Melges 24 die Pinne übernehme, oder während eines Regattatrainings mit REAL SAILING Dickschiffsegler zu Regattaseglern ausbilde. So war es natürlich schmerzlich zu sehen, dass wir an den ersten Tagen uns ziemlich weit hinten im Feld einsortierten, dem Lerneffekt hat dies jedoch keinen Abbruch getan.

Dass es einer gewissen Zeit bedarf, um sich aufeinander abzustimmen verdeutlicht insofern, wie komplex und auch abwechslungsreich unser schöner Sport ist. Umso besser jedoch, dass sich unser Fleiß letzten Endes auch auf der Ergebnisliste nachvollziehen lässt. Mit einem 11ten Platz im vorletzten Rennen war die Serie zwar nicht „gerettet“, wohl aber die Motivation des Teams, weiter zu trainieren und durch Arbeit und Fleiß Stück für Stück besser zu werden.

Für mich war es eine tolle Erfahrung vor Kiel mal wieder Regatta zu segeln. Und all diejenigen, die an einem Training / Coaching oder individueller Beratung zum Thema „Segelperformance“ interessiert sind: Schickt mir ’ne Mail: info@oleu-fehmarn.de

Euch einen schönen Segelsommer, euer Martin!