Es stürmt, es treibt der Wind das Wasser aus Osten gen Insel, drückt Mengen aus flüssigem Nass an die Strände und erhebt die flache See zu einer Landschaft voller unruhiger Hügel. Wer heute oder morgen aufs Wasser will, sollte sich warm anziehen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Auch beim Stand up Paddling im Winter sind einige Dinge zu beachten…

Stand Up Paddling im Winter: Fehmarn in der Kälte

Letzten Endes liegt es an euch. Nicht am Wetter. Ist es zu kalt, bist du zu schwach? Irgendwie so, aber es gibt vielerlei Möglichkeiten, um sich vor den kalten Herausforderungen zu schützen, die der Winter einem Surfer auferlegt. Einem Surfer, der im März sein Glück in bzw. auf der Ostsee sucht. Stand Up Paddling unterscheidet sich dabei nicht allzu doll von den anderen Surfarten, jedoch in einem Punkt ganz entscheidend. Und dieser Punkt sollte unbedingt beachtet werden, willst du nicht, als gefrostete Statue vom Wasser kommen.

Das richtige Equipment für SUP-Spaß im Winter

Wie bei anderen Surfarten ist die schützende Schicht oder der Neo von hervorragender Bedeutung. Allerdings funktionieren normale Neoprenanzüge nicht, wenn ihr SUP Spaß auch bei kalten Temperaturen haben wollt. Denn der Unterschied etwa zum Wellenreiten ist ein ganz simpler: Ihr seid nicht IM Wasser. Schon mal einen Segler im Neo gesehen? =) Daher solltet ihr einen guten Trockenanzug verwenden, wenn ihr bei kühlen Temperaturen auf eurer SUP-Board wollt. Wichtig ist dabei, dass der Anzug gut sitzt und dicht hält. Kaltes Wasser nicht eindringen kann, ihr somit ungestört den Sport und die Natur geniessen könnt.

Besondere Beachtung sollten eure Füße und Hände bekommen. Wieso? Extremitäten kühlen sehr schnell ab. Und wer kennt es nicht? Ein langer Spaziergang im Schnee, falsches Schuhwerk und ich spüre meine Füße nicht mehr. Im schlimmsten Fall ist mit Erfrierungen zu rechnen. Also stellt sich die Frage „Was hilft?“ Helfen tun die möglichst dicken Füßlinge aus Neopren, die ihr finden könnt. Mittlerweile gibt es 6mm Boots. Warm wird euch nicht sein, aber warm genug. An den Händen ist jedoch etwas anderes als einfach „dick“ gefragt. Hier solltet ihr auf dünne Handschuhe achten, da ihr das Paddel nutzen können sollt. Auch ist wichtig, dass die Blutzirkulation nicht behindert wird, sonst dauert es nicht lange und ihr „könnt nicht mehr“.

Und noch etwas Wichtiges zum Schluss: Schütze deine Birne vor der kühlen Luft des Winter. Ein Shirt mit Hood, ein Anzug mit einer solchen oder eine Mütze helfen dabei, nicht zu viel Wärme über den Kopf zu verlieren. Auch wenn man manchmal aussieht, wie ein Schlumpf: Ohne geht es nicht.

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Wind Chill: Passt auf, dass der Wind euch nicht noch zusätzlich die Hölle kalt macht!?!?!?

Was sonst noch wichtig ist: SUP Regeln für den Winter

Als Anfänger sollte man immer zu zweit auf das Wasser, denn es geht schneller als man denkt und schon liegt man im kühlen Nass. Da ist direkt Hilfe besser als Übermut. Auch solltet ihr euch Aufwärmen. Ein Paar Hampelmänner am Strand wirken wahre Wunder in Sachen Durchblutung und Wärme. Ebenso kann im Notfall ein Handy wichtig sein. Wasserdichte Taschen gibt es zuhauf und lassen sich ganz flach im Anzug verstauen.

Und nun, nach aller Belehrung, habt Spaß! Das Wochenende verspricht zumindest für SUP-Könner solchen. Wellen pur!

Euer MJOS-Team