Spots zum Surfen gibt es auf der Sonneninsel Fehmarn zuhauf. Aber wo lohnt es sich? MJOS hat die Insel gecheckt…und den perfekten Platz für einen Sundowner gleich mitgefunden.

Die besten Surfspots auf Fehmarn: Insel der vielen Möglichkeiten

Surfspots Fehmarn Kitensurfen Windsurfen
Surfspots auf Fehmarn: Ob Kite- oder Windsurfen und Wellenreiten – Spots zum Surfen gibt es viele auf der Sonnen- und Surfinsel der Ostsee

Mein Gott ist die unmodern. Tja, das stimmt, aber irgendwie doch cool. Die Karte von Fehmarn stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist sicherlich nicht auf dem neusten Stand, aber ich fand sie passend. Denn hätte man früher schon Kites und Boards gehabt, hätte man auch ohne Boot auf die Insel kommen können. Coast2Coast sozusagen, nur ohne Red Bull. Dank asphaltierter Verbindung ist die Fahrt seit 1963 jedoch kein großer Aufwand mehr.

Nun aber zum Thema dieses Posts im MJOS-Blog: die besten Surfspots auf der Insel. Aber der Reihe nach. Fangen wir mit der Nummer 1 an. Und die finden wir direkt vor meiner Haustür: Burg auf Fehmarn.

Der Süden der Insel: die Surfspots bei Burg

Im Süden der Insel finden wir drei Spots. Zum einen liegt westlich von Burg am Fehmarnsund ein Spot für alle, die bei Ostwind Bock auf Welle und Wind haben. Anfänger hingegen finden in Wulfen ihren Hotspot. Auf dem ruhigen Gewässer der Binnensee lässt sich hervorragend üben. Kein Equipment dabei? Checkt mal bei der Surfschule „Windsurfing Wulfen“ vorbei. Diese am Wulfener Hals gelegene Schule bietet neben Leih-Equipment auch Surfkurse an. Neben diesen beiden Spots im Süden gibt es noch den in Meschendorf. Der weiter im Osten gelegene Spot ist in 10 Minuten von Burg aus zu erreichen und auf jeden Fall einen Trip wert. Allerdings sollte man schon ein wenig Skills haben, bevor man sich hier ins Wasser wagt.

Ab nach Osten: Surfen mit Blick aufs Baltikum

Naja, vielleicht ist der Blick nicht allzu weit ins Baltikum. Wobei…wenn man hoch genug springt…sieht man vielleicht doch Lettla…ach, lassen wir das. Jedenfalls ist der Osten Fehmarns nicht so gesegnet mit Spots wie der Rest der Windrichtungen. Nichtsdestotrotz findet man in Presen ein gutes Revier. Aber wie in Meschendorf gilt: Könner sollte man sein. Steine im Wasser und ein schwieriger Einstieg garantieren hier bei Nordwind Spaß für Fortgeschrittene.

The Great North: Spots ohne Ende

Der Norden hat alles an Surfspots, was das Surferherz begehrt. Angefangen beim Grünen Brink, über Niobe zum Altenteil. Surfen könnt ihr fast überall. Nur solltet ihr dies nicht direkt im Naturschutzgebiet Grüner Brink tun. Sucht euch lieber Reviere östlich und westlich davon aus. Falls du auf Wellen stehen solltest, ist Altenteil genau dein Ding. Der beste Wellenspot der Insel. Weht es aus West oder Nordwest, geht es hier hoch her. Auch Wellenreiter sind hier richtig. Ihr seid bis in den Sonnenuntergang gesurft? Kein Bock auf die Reise nach Hause. Dann schlaft auf einem der Campingplätze direkt am Strand.

Nummer 4: Surfen im Westen der Insel

Westermarkelsdorf, Bojendorf oder auch Püttsee – drei Surf-Reviere bietet die westliche Küstenlinie Fehmarns. Westermarkelsdorf bietet gute Bedingen bei Winden aus SW. Auch Bojendorf und Püttsee funktionieren dann am besten. In Bojendorf könnt ihr am Campingplatz Wallnau Tageskarten kaufen, sodass ihr näher am Strand steht und die Duschen benutzen könnt. In Püttsee ist es selbst an guten Tagen relativ leer. Tobt euch aus!

Die Qual der Wahl: Morgenstund hat Gold im Mund

Wer in Gold Surfen gehen möchte, sollte sich beeilen, denn die Region ist sehr beliebt bei Kite- und Windsurfern aller Könnensstufen. Die immer ruhig bleibende See bietet Flachwasseraction pur. Dank bester Infrastruktur zieht dieses Plätzchen so viele Surfer an. Ob Kite-, Wind- oder Segelschule: alles findet ihr hier. Da das Wasser so flach ist, lieben Familien diesen Strand ebenso. Achtet daher drauf, in der speziell ausgezeichneten Zone zum Surfen ins Wasser zu gehen. Über diese Webcam könnt ihr euch über die aktuellen Surfbedingungen informieren.

Und nach der Surf-Session: Bastis Bar in Strukkamphuk

Ein Geheimtipp war es lange. Mittlerweile ein Szenetreff. Die über den Campingplatz Strukkamphuk zu erreichende Bar liegt auf dem Vordeich. Bei gutem Wetter öffnet die aus einem alten Überseecontainer umgebaute Bar, bietet lockere Strandklänge und kühle Drinks an. Einen besseren Ort zum Sonnenuntergang schauen, gibt es wohl kaum. Mein persönlicher Tipp: surft in Gold bis ihr in Wasser fallt („Passiert ja sonst nie…“) und schaut danach bei Basti vorbei, geniesst die lässige Atmosphäre und lasst den Abend auf Fehmarn bei einer kühlen Blonden, ähh einem kühlen Blonden ausklingen. Wenn ihr ganz glücklich seid, gibt es sogar Livemusik. Termine findet ihr hier.

Surfspots Spots Fehmarn Surfen
Bester Blick, beste Getränke und die beste Atmosphäre nach einer Surf-Session – Bastis Bar

In diesem Sinne kann ich euch gar nichts anderes wünschen, als Have Fun und Hang Loose. Fehmarn bietet euch beste Surfbedingungen und abwechslungsreiche Surfspots in einer unvergleichlichen Hülle und Fülle. Und der Abend ist auch gerettet. Also nichts wie hin: Fehmarn – die Sonneninsel zum Surfen.

Ach, noch etwas in ganz eigener Sache: euer Segel/Kite ist gerissen? Dann schaut doch mal bei mir rein. Kiterepairs sind für mich kein Problem. Ich freue mich auf euren Besuch.

Euer Martin Jannsen – Segelmacher aus Leidenschaft.