Liebe Leser, das war’s! Die Hanseboot liegt hinter uns und wir können fast ein wenig durchatmen. Wir hatten 9 tolle Tage in Hamburg mit vielen netten Begegnungen und Gesprächen an den Ständen von Dolye-Oleu und Beste Yachten. Nun, da wir zurück auf Fehmarn sind und uns das Tagesgeschäft wiederhat, möchten wir in dieser Ausgabe den Blick auf etwas richten, was sicher nicht nur uns derzeit beschäftigt, sondern auch vielen Yachteignern und Mitseglern durch den Kopf geht: Die Pflege des Unterwasserschiffs. Und los!

Wir lieben schnelles Segeln.

 Als Segelmacher und Regattasegler dürfte folgendes keine wirkliche Überraschung darstellen: Alle im MJOS-Team sind verrückt nach schnellem segeln. Kein Tag vergeht in der Segelmacherei, an dem wir nicht über „diese eine perfekte Wende“ vom vorherigen Wochenende oder „diese eine unvergessliche Gleitfahrt von Burgtiefe nach Heiligenhafen“ schwärmen. Das Team ist verrückt nach Speed. Deshalb verkaufen wir schnelle Segel und helfen unseren Kunden, durch die richtigen Tricks und Kniffe noch schneller unterwegs zu sein.

Im Winter hängen die Lorbeerzweige tief…

Doch, was macht ein Schiff schnell? Sicher, Rigg und Segel müssen optimal eingestellt sein. Aber auch die Crew leistet ihren Beitrag. Durch eingespielte Manöver im Sommer und durch gute Vorbereitung im Winter. Ihr habt richtig gehört: Winterzeit ist Vorbereitungszeit. Und deshalb geht es in unserem heutigen Beitrag um die „Pflege untenherum“, nämlich um die optimale Pflege für das Unterwasserschiff.

Kieler Woche Melges 24
Vollgas! Ein sauberes Unterwasserschiff ist die Basis jeden Erfolgs.

Die optimale Pflege beginnt bereits beim Aufslippen. Sobald die Yacht in den Gurten hängt kommt meist das modrige Werk der Algen zum Vorschein. Auf dem Antifouling hat sich ein graugrüner Film gebildet, Wellenbock und/oder Saildrive-Schaft sind teilweise gar mit Pocken und Muscheln besetzt. Wer jetzt gleich zu Werke geht, spart sich mühsame Arbeit im Winter. Denn: Solange Belag, Pocken und co. noch feucht sind, lassen diese sich mit relativ wenig Aufwand entfernen. Am besten eignet sich hierzu die Kombination aus Hochdruckreiniger und Spachtel. Das Antifouling wird per Hochdruck aus dem Wasserstrahl vom Schmodder befreit. Mit dem Spachtel löst ihr vorsichtig Pocken und weiteren Bewuchs von Niroteilen und co. – Doch Vorsicht! Gerade beim arbeiten mit dem Spachtel darauf aufpassen, nicht aus Versehen die Gummimanschette vom Saildrive kaputt zu machen.

Mit einem Schleifbrett kann außerdem das noch nasse Antifouling bereits angeschliffen werden. Das ist zwar in der Regel ein ziemlicher Saukram, spart jedoch viel Arbeit.

Schleifen macht schnell

Steht der Bock dann fertig in der Halle bzw. an seinem vorgesehenen Winterlagerplatz, beginnt die eigentliche Arbeit jedoch erst. Wie ihr eure Fahrten- und Regattayacht im Unterwasserbereich aufhübscht, verraten wir in unseren nächsten Ausgaben. Bis dahin, weiterhin viel Freude beim Saisonausklang!

Euer MJOS-Team!